Chronik

Diese Chronik ist 1 zu 1 dem 100 Jahre alten Feuerwehrbuch entnommen worden.

Im Mittelpunkt der mit Ahorn bepflanzten Staatstraße, zwischen Rain und Aichach welche zugleich die Grenze zwischen den Regierungsbezirken Schwaben- Neuburg und Oberbayern Bildet, liegt an dem schönen Wiesen Tal welches ein Fluss die kleine Paar genannt durch fließt liegt die Filialgemeinde Heimpersdorf. Eineinhalb Kilometer nord östlich von Heimpersdorf liegt im Tal welches ebenfalls ein kleiner Fluss durchgängelt der Ortsweiler Lechlingszell beide Gemeinden welche von jeher Pflicht Feuerwehr gemeinsam geübt haben entschlossen sich am 1. April 1906 nach dem Herr Königlich Bezirksamtmann Herr Geist Von Neuburg eine durchgreifende Ansprache hielt zu einer Freiwilligen Feuerwehr. Es wurden auch am selbigen Tag die Wahlen vorgenommen. Welche Herr Bezirksamtmann Geist und Herr Bezirks Inspektor der Feuerwehr Herr Herb von Thierhaupten beiwohnen.

Zum Vorstand wurde Herr Sebastian Breitner von welchen bald darauf durch Krankheit verhindert sein Sohn Thomas Breitner die Wahl annahm zum Kommandanten Herr Benno Eberle. Die beiden Zugführer sowie Kassier wurden ebenfalls am 1. April 1906 gewählt,

Nämlich Herr Meitinger Andreas Steigzugführer, Herr Hörmann Johann Spritzenzugführer und Herr Gerstmeier Leonhard Kassier. Von da ab ging es Schritt für Schritt vorwärts. Die Ausrüstung war Zustande gebracht. Aber jetzt noch eine Standarte und woher die Mittel?

Als Kommandant Eberle griff zu Sammlung und brachte in einem Tag, es war der 22. März 1908 die vollständige Summe von 50 Mark zusammen. Die Standarte wurde am 23. März von Benno Eberle und Josef Bachmair in Augsburg Firma Kusterer um den Preis von 50 DM gekauft am 31. März 1908 rückten wir das erste das erste Mal, es war ein durchgreifender Tag mit der Standarte zur Leichenfeier unseres unvergesslichen Pfarrers Max Josef Winter aus.

Am 17. Mai 1908 wurde die Standarte Kirchlich eingeweiht an der Feier nahmen Osterhausen als Patenverein sowie Neukirchen, Ober- Unterbaar, Ebenried und Wiesenbach Teil das Fest zierten Besonders die drei kleinen Festfräulein Franziska Schlecht, Kreszenz Schlecht und Antonia Schalk welche jedem einen schönen Spruch und ein Erinnerungsband übergaben.

Sie erhielten sodann auch die Bänder für die Auswärtigen Feuerwehren, und übereichten uns Noch ein schönes Band, von den Frauen aus Heimpersdorf/ Lechlingszell. Die Feuerwehr Besitzt 1908 20 Helme, 6 Steiggurte, 16 Mannschaftsgurten, 6 Leib und 2 Kommandantengurten, 1 Beil, 2 Pfeifen, eine Sitzstange und über 30 Meter Schlauch Mannschaftszahl 21. Gleich bis zum Jahr 1912 Mannschaft 22. Am 7.1.1912 bekam die Feuerwehr neue Dienstjoppen nach Vorschrift welcher Schneider Leonhard Gerstmeier um den Preis von 13,20 Mark machte. Die Übungen fanden immer zur rechten Zeit statt. Und erhielten auch jedes Mal bei Besichtigung volles Lob auch fanden Christbaumfeiern statt welche immer sehr zahlreich besucht waren und dem Verein zu immer schöne Summe Geldes verhalf. Und so wir uns noch manches Anschaffen könnten. Aber leider wie das Geschick Gottes mag, brach am ersten August 1914 der schreckliche Weltkrieg los. Welchen die ganze Feuerwehrmannschaft hat durchzumachen. Auch bei dem etlichen welche Zuhause bleiben durften, hat der tot eingerissen. Nämlich Herr Andreas Meitinger Steigzugführer ist am langen Lungen leiden gestorben. Im Felde der Ehre viel Anton Bauer, Bauers Sohn von hier gehörte zur Spritzenmannschaft und war bei seinen Kameraden sehr beliebt. Verwundet oder ein Leiden hat sich jeder der Feuerwehrmitglieder bei gezogen in diesen fürchterlichen Kriege.

Im Jahr 1927 trat Eberle Benno als Kommandant zurück sodann wurde Ruisinger Andreas gewählt welcher kein ganzes Jahr fungierte. Dann wurde Schlecht Georg 1927 gewählt.


Durch den Kommandanten Schlecht wurde in die Feuerwehr große Unruhe hinein gebracht, sogar musste bei jeder Übung Gendarmerie anwesend sein. Derselbe Kommandant ist am 21.1.1931 nach Strassberg verzogen und hat die Feuerwehr im Schlechten Stand verlassen.

Am 23.7.1933 tritt Eberle freiwillig als Kommandant zurück und verbleibt als Ehrenmitglied bei der Feuerwehr. Wünscht auch das auch die Freiwillige Feuerwehr unter anderer Führung blühen und gedeihen werde.


Mit kameradschaftlichen Gruß alle für einen und einer für alle Eberle Benno!

Die Wasserverhältnisse für Feuerlöschzwecke wurden in der Ortschaft Heimpersdorf wurden sehr praktisch gelöst. Die bereits im Jahre 1912 von Herr Königlich Bezirksamtmann Geist Neuburg/ Donau angeregte Gemeindliche Wasserleitung, mit einem für die Ortschaft sehr günstigen Finanzierungsplan wurde trotzdem damals von den Bürgern abgelehnt und aufgeschoben. Im Jahr 1925 wieder aufgegriffen und von der Firma Kapfhammer Rain am Lech gebaut mit einem Kosten Aufwand von etwa 8000 – 10000 Renten Mark hierzu sei bemerkt das ein genaues Kostenverhältnis nicht nachgewiesen werden konnte, da angeblich beim Bürgermeister Eberle in Folge einer abgelegten brennenden Zigarre ein Tisch Brand entstand, und die entsprechenden Unterlagen und Belege mit Verbrand sind und so mit einer Eingehenden Prüfung beim Amt nicht mehr vorgelegt werden konnte. Die Wasserleitung verfügte über eine Speicherung von etwa 55 Kubik Meter Wasser, und kann an fünf Hydranten mit zwei Schlauch Leitungen angeschlossen werden. Doch brachte die vorerwähnte zweifelhafte Finanzierung der Wasserleitung Misstrauen unter den Bürgern, welche auch die Feuerwehr ungünstig beeinflusste. Hierzu Folgendes durch kurz aufeinander Folgende Kommandanten Wechsel und vom Wasserleitungsbau herkömmliches Misstrauen, besonders zwischen denn sich Abwechselnden Kommandanten Schlecht und Eberle sowie Hetzereien, brachten die Feuerwehr in eine Lage bis kurz vor der totalen Auflösung, in die Feuerwehr Neukirchen jedoch am 23.7.1933 wurde die Grundlage für einen neuen Auftakt

Gegeben der Rest von sechs verbliebenen Mitgliedern wählte aus ihrer Mitte Möritz Thaddäus zum Kommandanten dieser brachte es Fertig durch seine elastische Führung  Zwischen Kameradschaftlichkeit und angedrohter Stränge, den höchsten Sand der Mitglieder zu erreichen, den jemals die Freiwillige Feuerwehr Aufwies bei den Planmäßig angesetzten Übungen waren Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Bürger und Flüchtlingssohn ein einheitliches Ganzes. Leider hatte ein zweiter Weltkrieg sehr bedauerliche Lücken in die Wehr gebracht.

Die mit 3 Mark übernommene Kasse konnte durch Veranstaltungen auf einen Stand von 1400 Mark gebracht werden, so dass bei der Kunststickerei Lindner München eine Feuerwehr Fahne für 600 DM beschafft werden konnte die am 2.6.1957 beim herrlichen Sonnenschein vom hochwürdigen Herrn Pfarrer Gollinger Willprechtszell geweiht wurde. Zur Verschönerung des Festes welches zugleich als 50 Jähriges Gründungsfest gefeiert wurde, konnte trugen bei die Fahnenjungfern Schalk Rosmarie, Maria Ruisinger und Walli Knauer sowie der Patenverein aus Osterzhausen. Dazu fanden sich 18 geladene Vereine ein auch Landrat Gassner aus Neuburg/ Donau war für kurze Zeit Gast auf dem Festplatz wobei er während seiner Ansprache unter anderem anführte ein solches Fest kann nur eine Elite der Feuerwehren feiern. Zu einem Jubiläumsfest in der Geschichte unserer Wehr, wurde auch die Feierliche Ehrung und Übereichung der Ehrenzeichen für Langjährige Dienstzeit einiger Mitglieder durch stellvertretenden Landrat Wolf und Kreisbrandinspektor Schmid. So ging an Herrn Bauer Xaver Senior als Gründungsmitglied, für 50 Jahre in Gold, dem Kommandanten Möritz von der Gemeinde für 25 Jährige Führung der Wehr ein Geschenk Korb überreicht. Mit der Beschaffung einer Motorspritze im Jahre 1959 ( gekommen 12.3.1959 ) wurde die beste Ausrüstung der Wehr erreicht. Mit hin trat Möritz als Kommandant zurück und übergab die Führung in die Hände einer Jüngeren Generation!


Kommandant Josef Bauer wurde 1959 in sein Amt gewählt das er bis 1962 ausübte. Bei den Neuwahlen wurde dann Schreier Jakob zum Kommandanten gewählt. Im Jahr 1971 dankte Kommandant Jakob Schreier ab. Am 14 März 1971 wurde die Wahl des neuen Kommandanten in Anwesenheit von 11 Wehrmännern durchgeführt. Als neuer Kommandant wurde Michael Schalk jun. Gewählt, der bisher den Löschtrupp als Löschmeister anführte. Unter Führung des neuen Kommandanten konnte der Vereinseigene Kassenbestand von 750 DM bei Übernahme auf 2300 DM im Jahre 1973 erhöht werden. Durch die Gebietsreform im Jahre 1972 wurde die Gemeinde Heimpersdorf, die bisher zu Neuburg/ Donau gehörig, dem Landkreis Augsburg zugeteilt. Bei einer Feuerwehrversammlung im April 1974 wurde nach einstimmigen Beschluss der bisherige Beitragssatz von DM 2- wie folgt erhöht werden Mitglieder unter 50 Jahre DM 5- DM, Mitglieder über 50 Jahre 2- DM. Anlässlich der Feuerschutzwoche 1974 wurde in Unterbaar eine Großraum- Alarmübung abgehalten.

Beteiligt waren FF Baar, FF Heimpersdorf, FF Neukirchen sowie FF Thierhaupten. Hierbei wusste unsere FF neben ihrer Ausrüstung auch durch ihren Einsatz mit 16 Mann und die kurze Rüstzeit zu Überzeugen.


Anlässlich des 110 Jährigen Gründungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Baar am 4 Juli 1982 war es der Freiwilligen Feuerwehr Heimpersdorf eine große Ehre die Patenschaft zu Übernehmen. 37 Feuerwehr Kameraden und Festdamen nahmen am Fest teil, neben der Vereinsfahne war auch die alte Standarte von 1908 die von Feuerwehr Veteranen getragen wurde dabei. Als Festdamen fungierten Aumüller Monika, Appel Barbara, Bachmeier Monika, Hell Gertraud, Knauer Hildegard und Schreier Petra. Auch die alte Handpumpspritze von Heimpersdorf polierte man wieder zum Festzug aber durch ein Missverständnis waren zwar Pferde da aus Petersdorf, aber kein Geschirr. Eine Woche später holte man dies nach diesem Missgeschick beim Festumzug in Pichl nach. Der Freiwilligen Feuerwehr Heimpersdorf wird dieses Fest in Baar in unvergesslicher Erinnerung bleiben.